WLAN und mehr

Noch immer haben wir in unserer Wohnung kein WLAN. Am Montag, also nach unserer Abreise, soll der Schaden behoben sein. Das ist ärgerlich, da wir über kein mobiles Internet verfügen. Natürlich haben viele Restaurants und Cafés Internet, aber leider nicht alle.

Auch Poulsbo liegt am Wasser.


So auch heute Morgen im Green Light Diner in Poulsbo. Bei der Öffnung um 8 Uhr sind wir die ersten Gäste. Der Kaffee ist „bottomless“, es wird also unbegrenzt nachgeschüttet. Die Kellnerin stellt viele Fragen zu unserer Bestellung: Wie sollen die Eier sein? Welches Fleisch wird gewünscht, „bacon, sausages, ham, spam or …“? Und dazu: „English muffin or toast?“ Und wenn Toast: „white, brown, whole grain or …“? Nach der Bestellung sind wir geschafft, so viele wichtige Fragen am frühen Morgen, das geht doch gar nicht!

Anschließend fahren wir nach Port Townsend im Norden. Dort queren Rehe die Straße. Und die Polizei beschützt eine Demo mit Hunden und deren Herrchen und Frauchen. Ansonsten ist PT ein netter Ort.

Weiter südlich treffen wir auf den Hood Canal. Das ist ein langgestreckter See mit wenig Wasseraustausch, das Wasser riecht daher ein bisschen. Bei den Autofahrten durch den Norden Washingtons haben wir den Eindruck, dass es viele Seen gibt. Beim Blick auf die Karte stellt man aber fest, dass dies eine riesige mit dem Meer verbundene Wasserfläche mit zahllosen Inseln ist.

Nach der vielen Fahrerei wird es Zeit zu tanken. Das ist in Amerika immer ein Abenteuer. Bei den ersten beiden Tankstellen bleiben wir erfolglos. Vor dem Tanken muss an der Zapfsäule die Bezahlung sichergestellt werden. Aber auch eine Postleitzahl wird verlangt. Wir kennen unsere nicht, eine erfundene wird abgelehnt und als wir die richtige in den Unterlagen gefunden haben, will die Zapfsäule der ersten Tanke nichts mehr mit uns zu tun haben. Die zweite Tankstelle macht einen sehr merkwürdigen Eindruck, sodass wir zur dritten fahren. Auch dort kämpfen wir zunächst vergeblich mit dem Gerät, die Zapfsäule rückt kein Benzin raus. Ich gehe zu Kimberly und schildere ihr mein Problem. Sie sagt etwas über unser Auto, nämlich dass es in Kanada angemeldet ist. Sie hat wohl unser kanadisches Kennzeichen gesehen. Das hat vermutlich bei ihr die Alarmglocken ausgelöst. Erst zahlen und dann gibt’s Sprit. Daran führt kein Weg vorbei. Also zahle ich 20 $ und …

Zurück in Bainbridge Island kaufen wir ein und gehen zum Starbucks. Die haben gutes WLAN, aber auch unglaublich laute Musik. Deswegen gibt’s heute auch nur wenige Fotos, ich will hier schnell wieder raus.

Abends essen wir wieder im Doc’s Marina Grill. Eigentlich wollten wir mit der Fähre nach Seattle fahren, aber auf dem Schiff gab es einen medizinischen Notfall.