Load shedding oder Lastabwurf


Tag 3: Mir waren beide Begriffe nicht bekannt. Aber als gestern um 16 Uhr unser WLAN im Guesthouse streikte und die Housekeeperin mir etwas von „load shedding“ erzählte, musste ich zunächst warten und später, als wir wieder Strom hatten, Wikipedia bemühen: „Lastabwurf ist das Abschalten von Netzlast zur Laststeurung im Stromnetz.“ Alles klar?

Mit anderen Worten: In Kapstadt wird der Strom abgestellt. Das erfolgt nach einem genauen Plan. Je nach „stage“ (d. h. hier wohl Dringlichkeit) wird ein- bis viermal pro Tag für zwei Stunden die Stromversorgung gekappt. Das erfolgt in den einzelnen „areas“ zu unterschiedlichen Zeiten. Camps Bay liegt übrigens in „area 7“.

Blick auf Tafelberg bzw. Robben Island

Nach unserem leckeren Frühstück machen wir uns auf zum Lion’s Head. 16,5 Kilometer und gut 1.000 Höhenmeter später haben wir den Löwenkopf zwar nicht erklommen, aber dafür in einem weiten Bogen zu Fuß umrundet. Die Besteigung ist zurzeit nicht möglich, da erst die durch ein Buschfeuer im Januar verursachten Schäden beseitigt werden müssen.

Abends fahren wir mit dem Bus nach Hout Bay und essen im Mariner’s Wharf. Wieder einmal sehr lecker! Bei „tops at Spar“ kaufen wir „für später“ noch zwei Flaschen Rotwein von dem uns bekannten Weingut La Motte in Franschhoek. Auch zurück nutzen wir den Bus. Der Fahrer ist erfreut, zumindest zwei Fahrgäste zu haben. Das Meer scheint zu kochen, so heftig weht der Wind. 

Das „deutsche“ Beitragsfoto hat Andreas übrigens gestern Abend aufgenommen. Ist es nicht schööön?