Das etwas andere Portland

Wir sind doch ganz im Norden der USA, schließlich sind wir 1.800 Kilometer Richtung Kanada gefahren und außerdem mussten wir T-Shirts durch Wintermäntel ersetzen. Heute Morgen liegt die Temperatur nur knapp über Null. Wenn man in Europa nach einer Stadt mit dem gleichen Breitengrad sucht, findet man Venedig. Und ist überrascht: Portland und Venedig haben ganz unterschiedliches Wetter! Auf dem Weg hierher haben wir gestern übrigens in Salem den 45. Breitengrad passiert, der auf halbem Weg zwischen Äquator und Nordpol liegt.

Vorm Hotel

Nach einer erholsamen Nacht im schrillen Inn@NorthrupStation genießen wir ein durchschnittliches Hotelfrühstück und erkunden dann zu Fuß die Stadt. Goldener Oktober nennt man das wohl in Deutschland, es ist kalt, die Sonne scheint und das Laub der Bäume strahlt in allen Farben. Nach dem Spaziergang drehen wir eine Runde mit der Straßenbahn, die hier Streetcar heißt und die vor unserem Hotel hält. Für insgesamt fünf Dollar bekommen wir bei der gemächlichen Fahrt eine Menge zu sehen.

Die Einwohner Portlands gelten als anders, sie sind politisch eher links, ziemlich queer und sehr grün. Gestern beim Einkauf bekamen wir einen Nachlass, weil wir einen eigenen Beutel dabei hatten. Heute kaufen wir bei Trader Joe’s ein, fast alle Produkte sind „organic“ – und sehr teuer. Die Bewohner von Portland sind auch stolz auf ihr Bier, das häufig in kleinen Brauereien produziert wird. Wir werden später ein wenig Bier testen …