Mount Taranaki

Die Nacht ist sehr unruhig. Wir sind in einem noblen Hotel, aber unser Zimmer ist eine Unverschämtheit. Es ist klein und die Wände sind dunkel gestrichen. Vom Fenster blickt man in einen Hof, in dem sich ein Restaurant befindet. Unter uns werden Pizzen gebacken. Laute Musik und das Geschwätz der Gäste sind zu hören. Doppelte Fenster und „shutter doors“ sorgen weitestgehend für Ruhe. Durch diese Türen ist es aber stockdunkel und brütend heiß. Die Klimaanlage schafft Abhilfe und erzeugt dabei einen höllischen Krach. Ein Teufelskreis.

Am Morgen beschwere ich mich an der Rezeption über unser Loch. Wenig später erhalten wir ein anderes Zimmer, groß, hell, leise und sogar mit Balkon und Meeresblick. Nach meiner flapsigen Bemerkung über die vielen Fläschchen mit Schnaps wird sogar flugs die Minibar geleert. Was für ein Service!

Eine Attraktion auf dem Coastal Walkway

Morgens ist es mit 20 Grad schon recht warm, aber der Himmel ist noch wolkenverhangen. Wir wandern neun Kilometer auf dem Coastal Walkway. Dabei geht unser Blick immer wieder Richtung Mount Taranaki. Werden die Wolken seinen 2.518 Meter hohen Gipfel heute noch freigeben? Denn nur dann macht die etwa 50 Kilometer lange Anfahrt Sinn. Gegen 1 Uhr entscheiden wir uns für die Fahrt. Schon der Weg zum erloschenen Vulkan Taranaki ist beeindruckend, er führt durch blühende Landschaften. Auf etwa 1.100 Meter Höhe parken wir unser Auto und sind begeistert vom Ausblick. Wir gehen noch 100 Höhenmeter weiter. Dann wird es zu mühsam, wir kehren um. Der Besuch auf dem Mount Taranaki ist überwältigend, seltsam ist jedoch, dass nur wenige Menschen hierher kommen.

Blick ins Tal

Schnee in Sicht

Auf der Rückfahrt

Duftendes und Blühendes am Wegesrand (links unten: Dill. Spätere Korrektur: vermutlich nicht Dill, sondern Fenchel)

Zwei kleine Pizzen zur Stärkung

Im neuen Zimmer

PS: Ein Blick auf die Karte zeigt die ungewöhnliche Form und Lage des Mount Taranaki. Unbedingt googeln.

PPS: Ein Leser dieses Blogs (vermutlich aus New Plymouth) schreibt mir, dass der Mount Taranaki doch noch nicht erloschen ist. Danke für den Hinweis.