Kreta 2026: Minoischer Palast Phaistos an Tag 14

Alte Männer in Ruinen. So will ich den heutigen Beitrag überschreiben. Andreas findet das nicht wirklich witzig. Also bleibe ich seriös.

Nach dem Frühstück fahren wir nach Phaistos. Dazu lese ich sinngemäß im Internet: Die Minoer schufen mit dem um 1900 v. Chr. in der Ersten Altpalastzeit errichteten Palast von Phaistos ein prächtiges Verwaltungs- und Kulturzentrum, das als eines der wichtigsten Herzstücke ihrer kretischen Hochkultur galt. Von hier aus kontrollierten sie die fruchtbare Messara-Ebene und den Seehandel, bis ein schweres Erdbeben um 1700 v. Chr. die monumentale Anlage zerstörte.

Blick ins Tal

An der Kasse zahlen wir den Rentnerpreis von acht statt fünfzehn Euro. Wir sind begeistert, dass unser Alter sich auch finanziell auszahlt. Wir schauen uns die Ruinen an und trinken anschließend einen Cappuccino. Am Donnerstag sind wir übrigens in Knossos. Dort werden wir an einer Führung teilnehmen.

Von Phaistos geht es nach Kalamaki. Unterwegs müssen wir durch ein hügeliges Dorf mit mal wieder extrem engen Straßen. Andreas geleitet mich zu Fuß durch die Gässchen. Zwischendurch geben uns zwei Frauen, die wohl in den Villen zu Hause sind, Ratschläge, damit wir heil durch das Dorf kommen. Die beiden sind blond und sprechen Deutsch. Am Ende fragt eine von ihnen lächelnd: „War doch gar nicht so schlimm?”

In Kalamaki legen wir uns an den Strand. Der Wind weht heftig und das Meer ist aufgewühlt. Später essen wir in einem Strandrestaurant griechischen Schmorbraten (Stifado) und Okras in Tomatensoße. (Frische Okras bieten die “Inder” am Kölner Neumarkt an. Der Anbau in unserem Garten ist schon mehrfach gescheitert. Im kommenden Jahr werde ich es wieder versuchen.) Anschließend geht es zurück zum Hotel in Agia Galini.