Kreta 2026: Abenteuerliche Fahrt nach Tsoutsouros an Tag 11

Heute geht es in Richtung Osten nach Tsoutsouros. Die Fahrt ab Agia Galini ist rund 80 Kilometer lang und dauert etwa eineinhalb Stunden. Der erste Teil der Route führt durch die flache, gut ausgebaute Messara-Ebene, vorbei an riesigen Olivenhainen. Auf dem letzten Viertel der Strecke ändert sich die Landschaft drastisch: Wir fahren in die kargen Asterousia-Berge hinauf. In spektakulären, engen Serpentinen schlängelt sich die Straße durch das Gebirge hinab nach Tsoutsouros am Libyschen Meer.

Tsoutsouros ist ein kleiner, verschlafener Badeort mit wenigen Besuchern. Wir schlendern über die breite Uferstraße und gönnen uns in einem Café eine Kleinigkeit. Danach geht es wieder hinauf ins Gebirge.

Zwei Wasserfälle wollen wir uns dort oben anschauen. Beim ersten biegen wir in einen unbefestigten Feldweg ab, links der Berg, rechts das Tal. Der Weg zum Richtra-Wasserfall endet abrupt vor einem verschlossenen Gatter. Unsere App sagt: „Wenden!“ Dafür ist jedoch überhaupt kein Platz. Was nun? Wir müssen den ganzen Weg rückwärts zur Hauptstraße zurück! Andreas steht vor dem Auto und gibt laut Anweisungen, denn im Jeep ist die Sicht nach hinten stark eingeschränkt. Er muss also für mich sehen. Irgendwann drehen die Räder durch, und ich schalte den Allradmodus „mud“ ein. Ziemlich gestresst erreichen wir nach einiger Zeit wieder die Hauptstraße, und zwar rückwärts!

Dann fahren wir zum zweiten Wasserfall. Wir passieren enge Dorfstraßen und eine gut ausgebaute Bergstraße bis zur Abzweigung zum Ambas-Wasserfall. Dort geht Andreas allein weiter. Der Wasserfall führt zurzeit kein Wasser, doch der Blick hinunter zur Küste ist überwältigend.

Überall am Straßenrand zu sehen

Danach treten wir die Rückfahrt nach Agia Galini an, halten aber in einem kleinen Ort mit dem Namen Asimi, um etwas zu trinken. Neben unserem Parkplatz an der Straße entdecken wir ein Schild, das wir erst später verstehen: Hier ist in geraden Monaten das Parken verboten. Und jetzt im Oktober befinden wir uns in einem solchen Monat. Das scheint aber kaum jemanden zu interessieren, denn hier parken gerade viele Autos.

Im Café bestellen wir ein Heißgetränk, und natürlich gibt es dazu gratis kaltes Wasser. Heute in kleinen Flaschen, meistens jedoch in Gläsern. Toll, wie in Amerika!