Schon wenige Tage nach unserer Ankunft auf Kreta buchen wir bei unserer Reiseleiterin einen ganztägigen Ausflug nach Knossos. Keine gute Idee!
Um sieben Uhr holt uns ein Taxi ab. In Matala steigt eine weitere Gästin in den großen Mercedes. Dann geht es flott auf die andere Seite Kretas, während das Wetter zunehmend schlechter wird. Eigentlich sollen wir unterwegs in einen der beiden Busse umsteigen, die die Besucher nach Knossos bringen. Doch daraus wird nichts. Stattdessen fährt uns das Taxi direkt zur Ausgrabungsstätte.
Dort treffen wir auf die übrigen Teilnehmer. Eine Gruppe hat eine deutschsprachige, die andere eine englischsprachige Führerin. Allerdings stammen wohl sämtliche Teilnehmer aus Deutschland. Da ist bei der Planung wohl etwas durcheinandergeraten. Kurzerhand übernimmt die deutschsprachige Führerin beide Busladungen. Jeder in der riesigen Gruppe bekommt einen Kopfhörer, doch auch die Technik scheint nicht ganz auf unserer Seite zu sein.
Um zehn Uhr, drei Stunden nach Beginn unserer Odyssee, startet endlich die Führung. Es stürmt und schüttet. Da wir immer wieder im Freien warten müssen, hält sich unser Vergnügen in Grenzen. Inzwischen sind zahlreiche Reisebusse eingetroffen. Massentourismus in Reinkultur! Von Knossos bekommen wir ohnehin wenig mit. Ein guter Dokumentarfilm wäre vermutlich informativer und vor allem trockener gewesen.
Anschließend bringt uns ein Bus ins Zentrum von Heraklion. Nach einer zwanzigminütigen Stadtführung dürfen wir die Stadt auf eigene Faust erkunden. In einem Café wärmen wir uns auf.
Die dritte Station ist das Minoan Theater in Karteros bei Heraklion. Die kommerzielle Show-Anlage inszeniert die bronzezeitliche Kultur Kretas als touristisches Unterhaltungserlebnis. Vor der Vorstellung gibt es eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken. Anschließend bringt uns ein Großraumtaxi zurück nach Agia Galini. Immerhin: Auch der längste Ausflug geht einmal zu Ende.
Unser Fazit: ein teurer und stressiger Tag, der uns wenig gebracht hat. Knossos und Heraklion erleben wir bei Regen, Kälte und Sturm. Das Wetter können die Veranstalter natürlich nicht beeinflussen. Die Organisation allerdings schon.
Fotos folgen morgen.
In Bearbeitung!